RS NBR 70 NBR 70

  • 2-3 Wochen

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Werkstoffe:
NBR, NB 70
 

Farbe:
NBR 70, schwarz
 

Toleranzen:
NBR, ISO 3302-1 E1
 

Betriebseinsatzgrenzen
Temperatur NBR: -30 °C bis +100 °C
 

Funktion
Rundschnüre werden als endliche Stränge extrudiert und weisen einen kreisrunden Querschnitt (wie ein O-Ring) auf. Die Rundschnur erzielt ihre Dichtwirkung durch die Deformation des Querschnitts nach Einbau und Verpressung im Einbauraum. Im Betriebszustand verstärkt der Mediendruck die Dichtfunktion.

 

Einsatzgebiete
Rundschnüre dienen meist als Ausgangsmaterial für Rundschnurringe und sind in der Handhabung und Anwendung mit einem O-Ring vergleichbar. Der Einsatz erfolgt als statische Dichtung z. B. für die Abdichtung größerer Rohrverbindungen und als Deckeldichtung im Behälterbau. Rundschnüre werden häufig für Reparaturen vor Ort verwendet und dort „auf Maß“ zusammengefügt.

Die Stoßverbindung der Rundschnüre zum Rundschnurring kann, je nach Einsatzzweck, durch Cyanacrylat – oder 2-Komponentenkleber erfolgen. Für Anwendungen in Seewasser oder andere höherwertige Anwendungen ist allerdings eine Verbindung durch Stoßvulkanisation erforderlich.

 

Medieneignung
NBR
Gute chemische Beständigkeit gegen Mineralöle und -fette, Hydrauliköle H, HL, HLP, schwerentflammbare Druckflüssigkeiten HFA, HFB, HFC bis ca. +50°C und Wasser bis max. +80°C

 

Anfertigung von geklebten RSR Rundschnurringen
Üblicherweise werden die vorher abgelängten Rundschnüre mit einem Cyanarylatkleber (z.B. Loctite 406 ®) verbunden. Die Temperatureinsatzgrenze liegt bei ca. 80 °C.

Bei EPDM-, VMQ- und FPM-Rundschnüren ist gegebenenfalls zusätzlich ein spezieller Primer (z. B. Loctite 770 ®) zu verwenden. Bitte beachten Sie die Produktinformationen und Sicherheitshinweise der Hersteller.

Vor dem Verkleben sollten beide Stoßstellen mit feinem Sandpapier angeraut und mit geeignetem Reiniger (z. B. Aceton ®) fettfrei gemacht werden. Die beiden Enden sollten spannungsfrei verklebt werden. Anschließend ist zu prüfen, ob die Klebestelle vollständig durchgetrocknet ist. Der stoßverklebte Rundschnurring darf nicht über die Stoßstelle gedehnt werden. Der so entstandene Stoß weist auch eine deutlich geringere Biegelastizität als die Rundschnur selbst auf.

 

Montagehinweise
Bei der Montage muss jegliche Beschädigung der Rundschnur vermieden werden, da ansonsten Undichtigkeiten auftreten können. Bitte beachten Sie außerdem folgende Hinweise:
- Der stoßverklebte Rundschnurring darf nicht über die Stoßstelle gedehnt werden und der restliche Teil des Rundschnurringes darf nicht bis an die  Dehnungsgrenze aufgeweitet werden
- Kanten müssen gratfrei sein, Radien und Schrägen übergangslos angebracht werden
- Staub, Schmutz, Metallspäne und sonstige Partikel sind zu entfernen
- Gewindespitzen und Einbauräume für andere Dicht- und Führungselemente sollten mit einer Montagehülse überdeckt werden
- Montageoberflächen und die Rundschnur selbst sollten mit einem geeigneten Fett versehen werden
- Das Erwärmen in Öl oder heißem Wasser auf ca. 80 °C macht Elastomere geschmeidiger
- Eventuell verwendete Montagewerkzeuge wie Spreizdorn oder -hülsen sollten aus weichem Material (z. B. POM) bestehen und frei von scharfen Kanten sein
- Die Rundschnur oder ein Rundschnurring sollten nicht über die Montageflächen gerollt werden. Bei Einschnappen in die Nut ist eine Verdrillung zu vermeiden