O-Rings

O-Ringe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihr Name leitet sich von ihrem runden - oder eben O-förmigen - Querschnitt ab. O-Ringe kommen in erster Linie in Zylinderverschraubungen, Steuerblöcken und zahlreichen weiteren Anwendungen vor, in denen sie statisch verbaut werden. Darüber hinaus kommen sie auch unterstützend bei anderen Dichtungsarten, wie zum Beispiel Gleitringdichtungen oder Sonderdichtungen, zum Einsatz.

Sie sind in jedem Wasserhahn und auch in zahlreichen weiteren Alltagsgegenständen verbaut. Je nach Anwendungsbereich und sonstiger bestimmender Faktoren können gängige Standardprofile oder auch Sonderanfertigungen zum Einsatz kommen. Vor allem dann, wenn es sich um Dichtungen für die Industrie oder Sonderdichtungen handelt, gilt es, bestimmte Eckpunkte wie Materialbeschaffenheit, Größe bzw. Durchmesser und Zweck zu beachten. Welche Arten, Materialien und Spezifikationen von O-Ringen es gibt, haben wir im folgenden Artikel zusammengefasst.

Wie funktioniert eine O-Ring Dichtung?

Wie funktioniert eine O-Ring Dichtung?

Doch wie funktioniert eine O-Ring Dichtung nun eigentlich im Detail? Die technische Erklärung lautet: O-Ringe für industrielle Anwendungen sind so konzipiert, dass sie sowohl einem breiten Druckbereich als auch extrem hohen Temperaturen standhalten.

Die Dichtwirkung wird durch eine kompakte axiale oder radiale Verpressung erzielt. Eine O-Ring-Dichtung besteht aus einem elastischen, runden Querschnitt in einer geplanten O-Ring-Nute, die einen Unterdruck erzeugt. Der O-Ring verformt sich grundsätzlich in eine D-Form. Diese Verformung vergrößert den Bereich des Oberflächenkontakts auf 70 bis 80 Prozent des wesentlichen Querschnitts.

Der polare Druck stellt eine Scheuerkraft zwischen dem O-Ring und dem Abschnitt dar, der ihn in der festen Einstellung hält. Durch Erhöhen des aktualisierten Drucks bildet sich ein Hindernisgewicht zwischen dem O-Ring und den Gegenflächen.

Die Dichtungseffizienz kann so durch Maximierung des polaren Drucks verbessert werden. Es ist allerdings Vorsicht geboten, denn dieser erhöhte Druck kann bei dynamischen Fixierungen mit höheren Spannungen nachteilig sein.

O-Ring für die Industrie - Welche O-Ringe gibt es?

Je nach Einsatzgebiet und individueller Anforderung gibt es verschiedene O-Ring Auslegungen. Standardmäßig wird hier nach Größen unterschieden, wobei die Größe entweder metrisch gemessen wird oder der amerikanischen AS-Norm entspricht.

Neben Innen- und Außendurchmesser ist außerdem die Stärke der jeweiligen Ringe ein wichtiger Eckpunkt. Während der Kern eines O-Rings stets elastisch ist, kann er mit oder ohne Ummantelung geliefert werden. Nahtlose Ummantelungen bestehen dabei typischerweise aus PTFE oder FEP. Bei FEP handelt es sich um einen gemäß FDA-Vorschrift 21 CFR177.1550 anerkannten Werkstoff für Teile, welche mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen.

Stoßvulkanisierte O-Ringe hingegen werden aus extrudierten (gepressten) Präzisions-Rundschnüren hergestellt. Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn große oder spezielle Abmessungen in kleineren bis mittleren Mengen benötigt werden.

Anhand der folgenden O-Ring Tabelle können Sie den passenden O-Ring und das passende O-Ring Dichtung-Set für Ihr Vorhaben finden.

O-Ring Materialien - diese Elastomere gibt es

Wie bereits erwähnt, werden O-Ringe aus verschiedenen Materialien angeboten. Wichtig ist dabei stets die Güte der verwendeten Werkstoffe. Ein minderwertiger Grundstoff wirkt sich letztendlich auf die Qualität des Endprodukts aus.

Die folgenden Elastomere (formfeste, aber elastisch verformbare Kunststoffe) werden am häufigsten zur Fertigung von O-Ringen verwendet:

  • Nitril (NBR) & Buna N
  • Ethylen Propylen (EPDM) Kautschuk
  • Fluorkohlenstoff (FPM/FKM)
  • Neopren
  • Polyurethan (PU)
  • Silicon Elastomer (MVQ)
  • PTFE Elastomer

Welche Elastomere mit welchen Vorzügen punkten, können Sie in diesem Blog-Beitrag nachlesen.

Wie finde ich die richtige O-Ring Dichtung?

O-Ringe werden nicht nur in der Industrie gebraucht. Auch im Alltag begegnen wir laufend O-Ring Dichtungen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Alle möglichen Gerätschaften sind für einen reibungslosen Ablauf mit O-Ringen ausgestattet, und zwar von industriellen Fertigungsgeräten bis zur Kaffeemaschine oder dem Wasserhahn. Auch in Armbanduhren werden O-Ringe verbaut. Apropos Armbanduhren: Diese verwenden die wohl kleinste Form von O-Ringen, mit einer Größe von 0,7 x 0,2 mm. 

In Sachen Dichtung geht es vor allem darum, dass O-Ringe das Austreten von Gasen, Öl, Luft, Wasser und anderen Medien verhindern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um industrielle oder kommerzielle Anwendungen und Gerätschaften handelt. Um die passende Dichtung für den jeweiligen Bedarf zu finden, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden: 

  • Anwendung der Gummidichtung
  • Flanschverbindungen
  • Dichtungsmaterial
  • Widerstandsfähigkeit des Materials auf Chemikalien
  • Bauweise

Dabei sollten Sie anhand von Leistungstests sicherstellen, dass Sie sich für die für Ihren Bedarf passenden O-Ring Dichtungen entschieden haben. Es gibt dabei neben den Standardprofilen auch die Möglichkeit von Sonderanfertigungen. Nähere Details dazu haben wir in diesem Blog-Beitrag zusammengefasst.

Spezifikationen von O-Ring Dichtungen

Je nach Anwendungsbereich und Rahmenbedingungen sind unterschiedliche Arten von O-Ring Dichtungen erforderlich. Es gilt, verschiedene Spezifikationen zu beachten, die dabei helfen, das richtige Produkt aus dem passenden Material für den jeweiligen Zweck zu finden. Zu den wichtigsten Eckpunkten in der Wahl von O-Ringen gehören:

  • Innendurchmesser
  • Querschnittdurchmesser
  • Materialzusammensetzung und Beschaffenheit
  • Materialhärte

Nur wenn Sie diese Spezifikationen vorab festgelegt und die zur Auswahl stehenden O-Ring Dichtungen dahingehend geprüft haben, können Sie sicher sein, dass Sie das richtige Produkt finden. Unsere Experten stehen Ihnen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Wenn Sie nicht sicher sind, welche O-Ring Dichtung die richtige ist, helfen wir Ihnen, das passende Produkt zu finden. O-Ringe in Österreich und Deutschland werden schnell geliefert, damit Sie Ihr Vorhaben termingerecht umsetzen beziehungsweise abschließen können. 

O Ring Herstellung nach Maß

Seit 1988 beliefert die Firma Kofler Dichtungen Industrie- und Baubetriebe sowie Maschinenbauunternehmen in Österreich und Deutschland mit hochwertigen Dichtungen. Während zu Beginn vor allem Betriebe in Tirol beliefert wurden, gehören heute Firmen auf der ganzen Welt zu den Kunden von Kofler Dichtungen. Die Passion von Firmengründer Gernot Kofler gilt seit jeher „kleinen Teilen mit großer Wirkung” - und das ist im O-Ring Sortiment für Hydraulik und andere Anwendungen erkennbar.  

Neben einem umfangreichen Lager an hochwertigen Standarddichtungen gehören auch Sonderanfertigungen und Hightech-Dichtungen für höchste Ansprüche zum O-Ringe Katalog. Alle Dichtungen werden unter Einsatz der neuesten CNC-Techniken aus hochwertigen und innovativen Materialien gefertigt. Dazu zählen unter anderem O-Ringe aus Silikon, Polyurethane, NBR, Viton, EPDM, PTFE rein und gefüllt sowie Viton-, PU- und EPDM mit FDA-Zertifizierung. Selbstverständlich sind auch Sonderwerkstoffe wie Kalrez, PEEK oder Aflas sind auf Anfrage möglich.

Das Unternehmen wurde zum 30-jährigen Jubiläum 2018 in eine GmbH umgewandelt und seit 2019 sind die beiden Söhne Fabian und Florian in der Geschäftsführung vertreten. Sie legen dabei ebenso wie ihr Vater großen Wert auf Kompetenz, Qualität und Vertrauenswürdigkeit, um bestehende und neue Kunden auch weiterhin zufriedenzustellen und mit hochwertigen Dichtungen für die unterschiedlichsten Anwendungen zu beliefern.

Fabian Kofler PRODUCTION & QUALITY CONTROL Ph. 05223 - 433 99 - 12

Montage Anleitung - O Ring mit Stützring